Auch in diesem Jahr führte mich der Campingurlaub wieder nach Italien – genauer gesagt an den Caldonazzosee im Trentino. Eine Region, die mir einfach ans Herz gewachsen ist: die idyllischen Radwege, die sanften Ausläufer der Dolomiten, das wunderbare italienische Essen und diese ganz eigene, entspannte Lebensart.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nicht zweimal an denselben Ort zu fahren – zu groß ist die Welt, zu viele neue Eindrücke warten. Und doch: Irgendetwas zog mich zurück. Vielleicht war es die Vertrautheit, vielleicht die Sehnsucht nach Ruhe. Für das kommende Jahr steht die französische Atlantikküste ganz oben auf meiner Wunschliste – aber wer weiß schon, was kommt? Noch ist ein Jahr Zeit zum Träumen und Planen.
Zum ersten Mal seit Langem habe ich mich in Italien wieder bewusst mit der Kamera auf den Weg gemacht. Einfach losgelaufen, ohne Ziel – nur mit dem Blick für Motive, die mich berühren. Vieles war Ausschuss, das gehört mittlerweile dazu. Ich merke, wie wichtig es ist, regelmäßig zu fotografieren, um das Auge geschult und das Gespür wach zu halten. Am Ende sind es 17 Bilder geworden, zu denen ich wirklich stehe – nicht viele, aber dafür mit Überzeugung ausgewählt.
Auffällig oft zeigen meine Aufnahmen Fenster und Türen. Kein Zufall: Ich liebe die Spuren der Zeit, das Abblättern von Farbe, die eigenwilligen Formen und Anordnungen. Landschaften fotografiere ich eher selten, Porträts noch seltener. Mich faszinieren Details – das Kleine im Großen. Und wenn dann doch mal ein Landschaftsbild oder, wie diesmal, ein spontaner Tauben-Schnappschuss dabei ist, dann passt in dem Moment einfach alles. Vielleicht erzählt gerade dieses Bild eine persönliche Geschichte – eine Erinnerung, die bleibt.